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Weiche Nüstern, die ihren warmen Atem auf neugierige Kinderhände hauchen, große dunkle Augen, die vom Ur-Vertrauen in das Leben sprechen; solche Gefühle sind es wohl, die die Besucher der jährlichen GrissheimerFohlenschau angesichts nahezu 80 langbeiniger Pferde- und Ponykinder ereilte. Der Pferdezuchtverband Markgräflerland, dessen Gebiet sich bis weit in den Südschwarzwald hineinzieht, organisiert unter Vorsitz von Lothar Schneider diese mittlerweile länderübergreifende Schau, die sogar Züchter aus Frankreich als Forum zur Präsentation ihres Nachwuchses nutzen. Angesichts der hochkarätigen Eintragungskommission des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg e.V. nimmt diese internationale Entwicklung nicht wunder, setzt sie sich doch aus dem Zuchtleiter für Warmblutpferde in Baden-Württemberg, Gerd Gussmann, sowie dem Zuchtleiter für Kleinpferde, Ponys und Kaltblüter in BW, Manfred Weber, mit den jeweiligen Co-Richtern Manfred Dochat und Sabine Schoch zusammen. Der Gastgeber Karl Walch bot mit dem gediegenen Ambiente seines Hofgutes Caballus die ideale Kulisse für ein solch traditionsreiches Event. Auch für das Fohlen beginnt der Ernst des Lebens mit einer Prüfung. Halfterführigkeit und grundlegendes Vertrauen zum Menschen wollen bereits gelernt sein. Diszipliniertes Verhalten im Vorführring erleichtert eine korrekte Beurteilung des Typs und Gangvermögens bis hin zum Gesamteindruck. Hier überzeugte in der Haflingerfohlenklasse das Hengstfohlen Alex mit viel Rassetyp und energischem Trab. Sein Züchter, Rolf Eckert aus Görwihl, durfte für den mit der Goldmedaille ausgezeichneten Alex die Siegerschärpe mit nach Hause nehmen. Salinero, ebenfalls ein Haflingerhengstchen aus der Zucht von Rebecca-Stella Weber aus Stegen, wurde Reservesieger. Im Kleinpferdering verwies ein sehr selbstbewusstes junges Dartmoor-Hengstfohlen aus der Zucht von Annemarie App aus Kirchzarten seine Konkurrenten auf die Plätze, dicht gefolgt von einem Reitponystütchen aus der Zucht von Gerhard Walter, Kehl. Bei den Warmblütern machte eine kleine todschicke Württembergerin ihrem Namen alle Ehre. Candlelight bezauberte das Publikum wie auch die gestrengen Richter mit großer Übertragung im Trab und herrlicher Ausstrahlung. Für diese zuckersüße Ballerina wurde die Zuchtstätte Karl-Frieder Leber aus Maulburg nicht nur mit der Goldmedaille sondern darüber hinaus mit der Siegerschärpe der Stutfohlenklasse ausgezeichnet. Gleiches konnte das Gestüt Frieder Homberger aus Willstätt in der Hengstklasse für sich verbuchen, dessen Fohlen sich in allen Kriterien sehr gut präsentierte. Grund zum Feiern in der -im wahrsten Sinne des Wortes- Hitze des Tages hatte auch Heinz Höferlin ebenfalls aus Willstädt. Sein herrlich modelliertes Stütchen Diana schaffte auf Anhieb den Einzug zum Landesfohlencup der Goldmedaillenfohlen nach Maichingen.
Autorin: Elke Bader
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